Gebetsanleitung

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Zitat der erleuchteten Meisterin "Emils Mutter"

Wie werden Gebete erfüllt?

Wenn der Wunsch in einem wahrhaftigen Gebet in richtige Form vorgebracht worden ist, geht er in Erfüllung. Die Wünsche sind eine Art des Betens und zwar die richtige Form, die Jesus angewendet hat und dessen Gebet immer erhört worden sind. Ein Gebet, das erfüllt werden soll, muss ein wahres Gebet sein, das heisst wissenschaftlich sein und es muss einem bestimmten Gesetze gehorchen. Das Gesetz lautet: „Nach Deinem Glauben wird Dein Gebet erhört“ und „Was Du auch immer wünschest, wenn Du darum bittest, so glaube daran, dass Du es empfangen wirst und Du wirst es erhalten“.

Wenn wir genau wissen, dass das, um was wir auch bitten werden, uns schon gehört, dann können wir sicher sein, das wir in Übereinstimmung mit dem Gesetze wirken. Wird unser Wunsch nicht erfüllt, so können wir sicher sein, das wir etwas Unrichtiges erbeten haben. Dann aber sollen wir den Fehler in uns und nicht bei Gott suchen. Denn so lautet das Gebot: „Du sollst lieben den Herrn Deinen Gott von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all Deinen Kräften“.

Nun geh tief hinein in eure eigene Seele. Nicht mit Vorahnungen, Furcht und Unglauben, sondern vielmehr mit freiem, dankbaren Herzen, in der vollen Überzeugung, dass das, wonach ihr Verlangen traget, euch schon angehört. Das Geheimnis besteht darin, die Verbindung mit Gott zu erlangen, das Bewusstsein davon zu haben und daran fest und unbeirrbar zu halten, auch wenn die Welt sich widersetzen würde. „Ich selber kann nichts wirken“, sagte Jesus, „der Vater, der in mir ist, tut die Werke“. Habt Glauben und fürchtet nichts. Seid dessen eingedenk, dass Gottes Macht ohne Grenzen ist. Alle Dinge sind möglich.

Wendet positive Worte an, indem ihre eure Bitte vorbringt. Nichts als die vollkommene Vorbedingung wird von euch erwartet. Dann pflanzt in eure Seele die vollkommene Idee, wie ein Samen, weiter nichts. Bittet, dass Ihr Gesundheit offenbart, nicht, dass ihr von Krankheit erlöst werdet; dass ihr Harmonie ausdrückt und Überfluss habt, nicht, dass ihr von Disharmonie, Not, und Beschränkung befreit werdet. Entledigt euch derartige Begriffe. Sie sind alt und die einzigen abgetragenen Dinge, die ihr mit euch tragt; - ihr könnt es fröhlich wagen, sie wegzulegen. Wendet euch nicht mal um, um ihnen nachzusehen. Sie sind vergangen, vergessen. Sie sind zurückgeworfen in den Staub, aus dem sie erschaffen sind. Sie sind keine Dinge, nichts.

Erfüllt alle anscheinend leeren Räume um euch herum mit dem Gedanken an Gott, an das unendlich Gute. Dann erinnert euch daran, das das Wort ein Samenkorn ist. Es muss wachsen. Überlasst das Wie, Wann und Wo Gott allein. Was ihr zu tun habt, ist allein nur zu sagen, was ihr nötig habt und Danksagung auszusprechen, da ihr wisst, dass in dem Augenblick, da ihr gebeten, ihr auch empfangen habt. Alle Einzelheiten bis zur Offenbarung oder Erfüllung könnt ihr Gott überlassen. Seid dessen gewiss, dass er sein Werk tut. So tut denn auch ihr getreulich euern Teil und vertraut darauf, dass ihr Gott seinen Teil überlassen dürft. Bittet. Bejahet. Schaut empor zu Gott für das, was ihr nötig habt und ihr werdet die Erfüllung erfahren.

Behaltet den Gedanken an Gottes Überfluss immer im Sinn. Wenn ein anderer Gedanke auftaucht, weist ihn ab und setzt an dessen Gottes Überfluss. Danket ohne Unterlass, das das Werk geschehen ist. Geht nicht zur Wiederholung der Bitte. Danket und lobpreist, dass das Werk getan ist, dass Gott in euch wirkt und das ihr erhaltet, was ihr wünscht, da ihr nur das wünscht, was gut ist, damit ihr das Gute weitergeben könnt. Lasst all dies schweigend geschehen und im geheimen. Bittet zu eurem Vater im verborgenen und der Vater, der ins Verborgene sieht, wird es öffentlich vergelten.

Wenn die Offenbarung sich erfüllt, werdet ihr an die gläubig darauf verwendete Zeit als auf euren grössten Schatz zurückschauen. Ihr werdet das Gesetz erprobt haben und ihr werdet die Macht eures Wortes, das im Glauben und mit Lobpreisung gesprochen wurde, erfahren. Seid dessen gedenk, das Gott seinen vollkommenen Plan vollendet hat. Und so spricht er: „Erprobe mich und siehe ob ich nicht auftue die Fenster des Himmels und ausgiesse solchen Segen, dass kein Raum vorhanden sein wird, ihn aufzunehmen“.